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Der ewige Schriftsteller
Hartmut
der ewige Schriftsteller, dessen großen Roman noch nie jemand gesehen hat.
Hartmut Vogel, fünfundvierzig, „freischaffend", arbeitet seit neun Jahren an seinem großen Roman, von dem noch niemand eine einzige Seite gesehen hat. Er verschanzt sich mit seinem Notizbuch in der Ecke und sieht aus, als dächte er angestrengt nach — dabei wartet er bloß darauf, dass ihn jemand fragt, woran er gerade arbeite.
Er ist prätentiös, belesen und erklärt ungefragt die Welt. „Die Kneipe als letzter Hort der Erinnerung in einer Gesellschaft, die ihre Toten vergisst" — weiter kommt er selten, weil Kalle dann ohne aufzusehen „Hartmut" sagt, und das genügt. Es genügt immer.
Im Grunde ist er liebenswert und ein bisschen einsam. Vielleicht schreibt er es später auf. Vielleicht auch nicht.
- Trinkt
- das Billigste im Haus, kommentiert wie ein Sommelier
- Sitzt
- in der Ecke, mit dem Notizbuch
- Erkennbar
- an „In meinem Roman…"